VfL’ler erhalten beim 2:9 in Königsbrunn eine kostenlose Lehrstunde

Am achten Vorrundenspieltag traf der bislang forsch auftretende Aufsteiger und „Lehrling“ VfL Günzburg in der 1. Tischtennis-Bezirksliga als Tabellenfünfter auf seinen sprichwörtlichen „Meister“ TSV Königsbrunn, auch wenn Stand heute vorerst natürlich nur „designiert“. Hatte man mit drei Siegen, ebenso vielen Unentschieden und erst einer Niederlage eine bis dato beachtliche Bilanz vorzuweisen, so war man diesmal gegen die geballte Offensivpower des Gastgebers und Tabellenführers aus Königsbrunn chancenlos und mit dem 2:9-Endergebnis sogar noch gut bedient.

In den Eingangsdoppeln lagen Glück und Pech sehr nahe beieinander: Während Günzburgs „Einserdoppel“ Wojnarowicz/Wührer ihre Partie mit 11:9 im Entscheidungssatz hauchdünn für sich entscheiden konnten, blieb dies Schuhmair/Damm nach fulminanter Aufholjagd und fünf hart umkämpften Sätzen leider verwehrt (10:12, 8:11, 11:7, 11:7, 9:11). Im vorderen Paarkreuz konnte Günzburgs ansonsten so zuverlässiger Ausnahmekönner Michael Wojnarowicz sein Potenzial diesmal überhaupt nicht abrufen und blieb in beiden Einzelpartien äußerst blass. Sandro Hofmann gab nach einer starken Vorstellung und 2:0-Satzführung sein erstes Einzel zwar noch ab, erlebte in seiner zweiten Partie dafür aber sein wohl persönliches „Karriere-Highlight“: Gegen die ehemalige Weltranglisten-Zwölfte, ungarische Nationalspielerin, Vizeeuropameisterin und mehrfache deutsche Meisterin mit dem TTC Müllermilch Langweid Krisztina Tòth (42) gelang es ihm als erstem Spieler überhaupt, ihr nach einer zuvor erspielten 25:0-Satz-Bilanz eben einen solchen abzunehmen. Kapitän Thomas Schuhmair und Alexander Wührer musste das mittlere Paarkreuz bei ihren beiden deutlichen 3-Satz-Niederlagen dann ganz klar den Hausherren überlassen. Zumindest „Brett drei“ zeigte sich in Person von Fabian Lindenmayer bei seiner knappen 5-Satz-Niederlage als ebenbürtiger Gegner. Günzburgs Ehrenpunkt im Einzel erspielte dann ausgerechnet Routinier Christian Damm, der gegen den fast 30 Jahre jüngeren Königsbrunner Youngster Marc Heinle beim souveränen 12:10, 11:9, 11:13, 11:4 seine ganze Erfahrung und Raffinesse als Langnoppenspieler ins Feld führte.


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